Welche Kosten kommen in der Selbstständigkeit auf dich zu?
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Kosten Selbstständigkeit: Welche Ausgaben kommen in der Selbstständigkeit auf dich zu?
Ich möchte heute über das Thema Geld sprechen. Genauer gesagt über Kosten, nämlich welche Kosten mit deiner Selbstständigkeit bzw. deinem Online Business als VA oder Freelancer auf dich zukommen. So kannst du dir nämlich einen Überblick verschaffen, woran du vielleicht denken solltest oder wofür es empfehlenswert ist, Rücklagen zu bilden.
Das Ganze Thema ist oft mit einer großen Unsicherheit und Angst verbunden, dass man irgendwas falsch macht und horrende Nachzahlungen leisten muss oder sich sogar in den finanziellen Ruin stürzt – deshalb ist es super wichtig, dass wir da heute mal drüber sprechen, was so eine Selbstständigkeit für deinen Geldbeutel bedeutet und was für Kosten wirklich entstehen.
Grundlegende Kosten für den Start
Gewerbeanmeldung
Fangen wir mit der Gewerbeanmeldung an. Denn ohne die kein Business und das ist auf jeden Fall etwas, an dem du in den meisten Fällen nicht vorbei kommst. Das ist aber eigentlich total easy und schnell erledigt. Du gehst einfach zu deinem lokalen Gewerbeamt (in den meisten Fällen ist das heute auch schon online möglich), füllst ein paar Formulare aus und zahlst eine Gebühr. Die liegt meistens zwischen 20 und 60 Euro. Also wirklich kein Beinbruch.
Aber Achtung: Je nachdem, was du genau machst, brauchst du vielleicht gar kein Gewerbe anzumelden. Als Freiberufler, zum Beispiel als Texter oder Grafikdesigner, bist du von der Gewerbeanmeldung befreit. Im Zweifel frag beim Gewerbeamt nach, die können dich gut beraten.
Steuerberater und Buchhaltung
Hier hast du gerade am Anfang 2 Möglichkeiten. Entweder du machst es selbst – denn unter einer gewissen Summe an Gewinn und Umsatz im Jahr reicht es nämlich aus, wenn du eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung in Excel machst und deine Steuererklärung einreichst. Dann kostet dich der Bereich 0€.
Wenn du aber sagst, das ist dir alles zu kompliziert oder du eh schon einen Steuerberater hast, dann kannst du auch direkt mit einem starten. Je nachdem, wie komplex deine Situation ist, musst du da mit 100 bis 300 Euro im Monat für den Steuerberater rechnen.
Wenn du dir am Anfang keinen Steuerberater leisten kannst oder willst, ist das auch okay. Es gibt mittlerweile auch echt gute Buchhaltungs-Software, die dir viel abnehmen kann. Lexware, Papierkram oder SevDesk zum Beispiel. Die kosten zwischen 10 und 50 Euro im Monat, je nachdem, welche Features du brauchst. Das ist auf jeden Fall eine Investition, die sich lohnt. Und die vor allem buchalterisch auch 100% korrekt ist.
Was ich dazu jetzt auch zählen würde, ist ein Geschäftskonto! Das kannst du ebenfalls schon ab 0€ bekommen – meins war damals bei N26. Es kann aber sein, das der Trend hier auch immer weiter Richtung kostenpflichtige Konten geht und dann könnten 5-10€ monatlich für ein Geschäftskonto fällig werden.
Kontist bietet zum Beispiel ein Geschäftskonto an und auch die Möglichkeit das direkt mit Buchhaltungs-Features zu buchen. Das heißt du benötigst dann kein Lexoffice oder SevDesk mehr. Und sie haben auch die Möglichkeit für einen Beitrag von aktuell ca. 179€ im Monat, deren Steuerberater Service in Anspruch zu nehmen, da sie sich speziell auf Einzelunternehmer – also VAs und Freelancer wie dich – spezialisiert haben.
Das finde ich mega cool, weil du dir somit a) keinen Steuerberater suchen musst – denn als kleines Unternehmen kann das recht schwierig sein. Und b) hast du da alles in einem Abwasch.
Versicherungen
Kommen wir zu einem Thema, das echt wichtig ist, manchmal aber auch etwas zu ausführlich behandelt wird: Versicherungen. Man sagt ja, dass wir in Deutschland uns gerne auch ein bisschen überversichern. Aber das ein oder andere sollte schon bedacht werden!
Krankenversicherung
Der wichtigste Punkt zum Thema Versicherungen: die Krankenversicherung. Als hauptberuflich Selbstständige musst du dich selbst darum kümmern. Wir haben in Deutschland ja eine Versicherungspflicht, das heißt, du musst dich auf jeden Fall krankenversichern. Dabei hast du die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung.
In der Privaten Versicherung gibt es verschiedene Verträge, die erst günstiger anfangen und dann mit den Jahren immer teurer werden. Was genau das Richtige für dich ist, solltest du gründlich abwägen.
Der Beitrag der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich nach deinem Einkommen und liegt aktuell bei um die 20%. Das ist aber ab einem gewissen Punkt gedeckelt, sodass dein Beitrag dann nicht weiter steigt, obwohl du mehr verdienst. Rechne mal mit 250-900€ im Monat. Und ja, das ist ein ordentlicher Batzen, der wenig Spaß bringt.
Vor allem, wenn man hört, dass Digital Nomads, die abgemeldet sind aus Deutschland, für 200-300€ monatlich das Premium Paket bekommen – weltweit. Und zwar unabhängig von ihrem Einkommen. Das klingt schon sehr viel besser, muss ich ganz ehrlich sagen.
Das Thema Krankenversicherung ist natürlich erstmal ein ordentlicher Batzen und großer Nachteil im Vergleich zum Angestelltenverhältnis, denn da übernimmt ein Teil ja der Arbeitgeber. Einen Lichtblick gibt es dabei aber: du kannst einen Teil deiner Krankenkassenbeiträge auch von der Steuer absetzen, das heißt deine Steuer fällt niedriger aus! Immerhin etwas!
Rentenversicherung
Die zweite Versicherung ist die Rentenversicherung. Du bist als Selbstständiger unter gewissen Umständen nicht verpflichtet, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen (hier musst du aber unbedingt auf das Stichwort Scheinselbstständigkeit achten, denn natürlich möchte die Rentenversicherung nicht um ihre Beiträge gebracht werden).
Du kannst auch freiwillig weiterhin in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, solltest aber auf jeden Fall privat vorsorgen! Ob du gleich alles privat vorsorgst und gar nicht erst die gesetzliche Rentenversicherung nutzt, bleibt dabei dir überlassen!
Ich möchte dir ganz unbedingt ans Herz legen: egal ob du angestellt bist oder nicht: kümmere dich um eine private Altersvorsorge! Denn die gesetzliche Rente wird später wahrscheinlich nicht abdecken können, was du zum Leben brauchst.
Und auch die private Rentenversicherung ist nebenbei bemerkt übrigens fast vollständig als privaten Vorsorgeaufwand von der Steuer absetzbar.
Sonstige
Dann gibt es noch weitere Versicherungen, die du abschließen kannst. Aber die sind optional. Lass dich da am besten beraten, was für deinen konkreten Fall ratsam ist. Ich habe, bis auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung keine weiteren.
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Laufende Betriebskosten
Software und Tools
Jetzt kommen wir zu einem Thema, ohne das ein online Business quasi nicht funktionieren kann. Und nein, ich meine nicht den Laptop oder das Internet, die dürfen auch nicht fehlen. Es geht um Software und Tools.
Das Gute ist, die meisten Tools haben eine kostenlose Version, die man in seinen Anfängen erstmal nutzen kann. Irgendwann kommt aber der Punkt, wo du in professionelle Software investieren solltest.
Tools, die ich bis heute noch regelmäßig in der kostenlosen Variante verwende, sind: Trello und Notion als Projektmanagement Tools, Calendly, um Termine zu planen oder meine Zeit zu messen mit Clockify.
Auch Zoom kannst du schon kostenlos verwenden, kannst dann allerdings maximal 40 Minuten glaub ich in einem Call sein. Ansonsten ist es ab ca. 10-15€ monatlich zu haben. Ich hab mir damals das Meeting Tool Session geholt, weil ich das als lebenslangen Zugang kaufen konnte und somit keine monatlichen Gebühren mehr damit habe.
Google Drive kannst du übrigens auch schon ab 0€ nutzen, um Dokumente abzulegen und mit Word und Excel Tabellen mit deinen Kunden direkt zusammenzuarbeiten.
Und auch Canva, das Tool mit dem du Instagram Beiträge erstellst oder Präsentationen und ganze Workbooks kannst du schon ab 0€ monatlich nutzen.
Ich empfehle jedoch, die Tools, die du auch wirklich monatlich viel nutzt, in der bezahlten Variante zu holen – Canva kostet ab 10€ im Monat, Google Drive kostet mich 2€ im Monat (einfach weil ich mehr Speicher brauche mittlerweile – denn ich speichere alles wichtige in Drive ab, falls mein Laptop mal kaputt geht, damit all meine wichtigen Daten direkt in der Cloud sind!)
Buchhaltungssoftwares haben wir ja schon erwähnt und ansonsten hängt es davon ab, was du für dein Business nutzen möchtest und in welchem Umfang du es benötigst.
Ob du Künstliche Intelligenz, wie ChatGPT im verbesserten Pro Modell benutzen willst, die Adobe Programme zur Bildbearbeitung brauchst oder Newsletter Tools.
Alles in allem kannst du mit Tools zwischen 0€ und 150€ im Monat liegen. Es wird sich bei dir als VA bzw. Freelancerin aber eher im unteren Bereich bewegen! Vor allem am Anfang.
Das mag sich nach viel anhören, aber glaub mir, diese Tools sparen dir so viel Zeit und Nerven, das ist es absolut wert. Und in den meisten kannst du ja echt erstmal mit der 0€ Version loslegen!
Weiterbildung
An dieser Stelle ein Punkt, den viele am Anfang unterschätzen: Weiterbildung. In der sich ständig verändernden Welt der Selbstständigkeit ist es super wichtig, am Ball zu bleiben. Ob das nun Online-Kurse sind, Fachbücher oder der Besuch von Konferenzen – plan dafür auf jeden Fall Geld ein.
Denn du bist zu 100% für dich und dein Business verantwortlich und dazu gehört auch, sich weiterzubilden. Wer kein Bock mehr hat, was neues zu lernen und jeden Tag das gleiche machen möchte bis zur Rente, der ist in der Selbstständigkeit schlichtweg falsch aufgehoben.
Ich selbst investiere jedes Jahr mehrere Tausend Euro in meine Weiterbildung. Das muss bei dir am Anfang natürlich nicht so viel sein. Letztendlich ist es aber eine Investition in dich selbst und dein Business, die sich langfristig auch auszahlt, denn dadurch kannst du später auch wieder viel mehr Geld verdienen.
Ich sehe Weiterbildung weniger als Kosten, sondern eher als Investition in mein Humankapital und mein Wissen, das langfristig in Form von höheren Einnahmen zu mir zurückfließt.
Website und Hosting
Dann, für dein Marketing und die Kundengewinnung brauchst du natürlich auch eine Website. Die hab ich jetzt erstmal nicht bei Software und Tools mit aufgezählt, denn die sollte später auf jeden Fall Pflicht sein! Denn deine Website ist deine digitale Visitenkarte und oft der erste Kontaktpunkt mit potenziellen Kunden.
Wenn du jemanden beauftragst, musst du je nach Umfang mit 1000 bis 5000 Euro rechnen. Dazu kommen noch laufende Kosten für Hosting und Domain. Rechne da mit etwa 10 Euro im Monat. Klingt machbar, oder?
Wenn du dir es darüber hinaus noch selbst aneignest, deine Website selbst zu bauen und dafür auch ein gutes Auge und Händchen hast, sparst du dir schon mal die Kosten jemand anderen dafür zu beauftragen UND du lernst einen Skill, den du später verkaufen kannst.
Ganz genauso hab ich es damals auch gemacht.
Aber! Du brauchst am Anfang noch keine Website! Auch nicht für deine ersten Kunden! Das heißt, diese Kosten kommen erst, wenn du dein erstes Geld verdienst.
Social Media Werbung
Dann noch ein weiterer Punkt, der unter den laufenden Betriebskosten gehört und genau wie deine Website zum Marketing gezählt werden kann – der aber eher was für Fortgeschrittene ist: Social Media Werbung.
Denn damit kannst du dir Traffic – also zB Website Besucher und potentielle Interessenten quasi “einkaufen”, dass sie zu dir finden und auf dich aufmerksam werden.
Dann musst du nicht mehr ständig aktiv auf Kundensuche gehen und ständig auf Instagram unterwegs sein und hoffen, dass dich der Algorithmus ausspielt.
Wie viel du dafür einplanst, hängt total von deiner Strategie ab und wie gesagt, das ist absolut nichts für Anfänger, denn sonst verbrennst du dein Geld eher.
Aber der Vollständigkeit Halber möchte ich es hier mit erwähnen.
Networking und Events
Und zu guter Letzt in diesem Bereich ein Kostenfaktor, der auch optional ist: Networking und Events.
Ob Konferenzen, Meetups oder Messen – ich persönlich empfehle dir unbedingt, solche Events zu besuchen und offline Kontakte zu knüpfen.
Auch wenn Networking manchmal ein bisschen grauselig klingt und viele sich als Introvertierte Personen bezeichnen würden – versuch deine Perspektive darauf zu verändern, dass du dorthin gehst, um Gleichgesinnte und nette Bekanntschaften zu treffen mit den gleichen Zielen und Träumen.
Denn Networking muss überhaupt nicht steif sein. Mein liebstes ist die Digitale Nomaden Konferenz! Da gehe ich nicht nur mit inspirierenden neuen Bekannten und Freunden nach Hause, sondern auch mit neuem Input und ner dicken Portion Motivation!
Im Verlauf haben sich aus diesen Bekanntschaften echte Freundschaften und oft auch Aufträge entwickelt. Ganz ohne Verkaufen und unangenehmen Gefühlen. Es lohnt sich also echt.
Je nach Event oder Meetup können die Kosten hier bei 0€ bis zu 300€ oder sogar mehr liegen.
So, das waren jetzt schon mal die grundlegenden Kosten für den Start und die laufenden Betriebskosten. Klingt wahrscheinlich erstmal nach einer Menge. Aber keine Panik! Du musst nicht alles auf einmal stemmen. Fang mit dem Notwendigsten an und bau dann Schritt für Schritt aus.
Und denk immer dran: Diese Kosten sind Investitionen in dein Business. Sie helfen dir, professioneller zu arbeiten, mehr Zeit für die wichtigen Dinge zu haben und letztendlich mehr Geld zu verdienen. Also sieh es nicht als notwendiges Übel, sondern als Chance, dein Business auf solide Füße zu stellen.
Im Grunde ist das Wichtigste erstmal die Gewerbeanmeldung – die liegt in der Regel unter 50€ und dann vielleicht noch das ein oder andere Tool. Solange du angestellt bist, wird deine Krankenkasse und alles weitere darum ja noch vom Hauptjob übernommen.
Und da die meisten ja nebenberuflich anfangen, ist das alles noch sehr übersichtlich! Optional dann noch Events und Weiterbilung und ggf. schon ein Steuerberater.
Wenn du direkt All-In gehst, hast du an deine Krankenkasse unabhängig von deinem Einkommen einen Mindestbeitrag von knapp 300€ glaub ich zu leisten, auch wenn du nichts verdienst. Das solltest du für den Fall noch berücksichtigen.
Aber auch Steuern und die höheren Krankenkassenbeiträge fallen ja sowieso erst an, wenn du auch Geld verdient hast!
Steuern und Abgaben
So, Stichwort Steuern. jetzt wird’s ein bisschen trocken, aber bleib aufmerksam, denn das ist wichtig: Das Thema Steuern und Abgaben.
Einkommensteuer
Als Selbstständiger musst du natürlich Einkommensteuer zahlen. Die Höhe hängt von deinem Gewinn bzw. deinem zu versteuernden Einkommen ab.
Was bedeutet das? Wenn du Geld durch deine Dienstleistung einnimmst, machst du Umsatz. Von deinem Umsatz kannst du deine Betriebsausgaben abziehen. Was übrig bleibt ist dann dein Gewinn.
Und von deinem Gewinn kannst du auch noch manche andere Sachen gegenrechnen, wie zB die schon erwähnten Vorsorgeaufwände, also Krankenkasse usw. Und was dann am Ende übrig bleibt, ist dein zu versteuerndes Einkommen.
Anhand dieser Höhe wird dann dein Steuersatz festgelegt. Wenn du noch angestellt bist, dann wird dein Einkommen aus dem Angestelltenverhältnis und das aus der Selbstständigkeit zusammengerechnet.
Das heißt, dein Steuersatz könnte sich unter Umständen erhöhen. Die Einkommensteuer zahlst du mit deinem Gehalt ja auch jeden Monat schon voraus. Das passiert mit deinen nebenberuflichen Einnahmen aus der Selbstständigkeit allerdings nicht. Deshalb packe da von Anfang an Geld bei Seite!
Am Anfang ist es schwer zu schätzen, wie viel das sein wird. Aber als Faustregel: Leg etwa 30% deiner Einnahmen zurück. Bzw. um wirklich komplett auf der sicheren Seite zu sein, was dann auch später die Krankenkasse usw. angeht – pack 50% bei Seite. Hab lieber was übrig auf dem Unterkonto, wenn du am Ende nicht alles brauchst, als zu wenig bei Seite gelegt zu haben.
Umsatzsteuer
Dann ist da noch die Umsatzsteuer. Wenn du die Kleinunternehmerregelung nicht nutzt, musst du auf deine Umsätze noch 19% Umsatzsteuer aufrechnen. Die sammelst du quasi für’s Finanzamt ein. Das Gute: Du kannst die Umsatzsteuer, die du selbst zahlst, wenn du etwas einkauft, wieder abziehen und damit gegenrechnen. Die Umsatzsteuer wird daher auch durchlaufender Posten genannt.
Das heißt, du berechnest deinen Stundensatz in Netto. Rechnest dann die Umsatzsteuer drauf und das ist dann dein Brutto Stundensatz.
Aber das jetzt detailierter auszuführen sprengt den Rahmen der Podcast Folge – und wär auch ein bisschen am Thema vorbei, wie man in der Schule noch so schön sagen würde.
Die meisten fangen sowieso mit der Kleinunternehmerregelung an und müssen daher auch keine Umsatzsteuer erheben oder abführen.
Gewerbesteuer
Wenn du ein Gewerbe angemeldet hast, kommt ab einem gewissen Verdienst noch die Gewerbesteuer dazu. Die Höhe hängt von deinem Gewinn und deinem Standort ab.
Das Gute ist: Den Großteil davon kannst du aber auch mit deiner Steuer verrechnen, sodass keine super große Mehrbelastung auf dich zukommt. Wie viel das genau ist, hängt von deinem Hebesatz ab, der für jede Stadt bzw. jeden Standort unterschiedlich ist.
Klingt alles kompliziert? Ist es auch. Deswegen nochmal mein Tipp: Setze dich intensiv damit auseinander oder hol dir einen guten Steuerberater ins Boot.
In meinem Mentoring Programm CYL bekommst du übrigens noch mal einen viel detaillierten Überblick über all die Bürokratischen Themen und womit du alles rechnen musst.
IHK Beiträge
Dann noch ein letzter Punkt zum Thema Steuern und Abgaben: IHK Beiträge. Also die Industrie und Handelskammer. Auch diese gehören zu deinem Business ab einem gewissen Verdienst dazu, denn die Mitgliedschaft ist für die meisten Gewerbetreibenden gesetzlich verpflichtend.
Der Grundbetrag liegt zwischen 40 und 180€ im Jahr circa und dann kommt nochmal ein variabler Anteil auf deinen Verdienst dazu.
In den ersten Jahren kannst du dich unter gewissen Voraussetzungen aber davon befreien lassen.
Die Durchschnittlichen Kosten liegen demnach oft zwischen 0 und 20 Euro pro Monat, können aber je nach Umsatz und Gewinn auch höher ausfallen.
Unerwartete Kosten und Rücklagen
Okay, jetzt kommt der Teil, den viele vergessen: und zwar unerwartete Kosten. Glaub mir, die können jederzeit kommen. Ob dein Laptop den Geist aufgibt – ich hab es letztens zB geschafft da Chai Latte raufzukippen – omg du glaubst nicht wie dankbar ich bin, das mein Macbook überlebt hat!! – oder eine Software-Lizenz teurer wird als gedacht, du eine Nachzahlung nicht auf dem Schirm hattest oder mal länger ausfällst – es gibt immer Überraschungen. Und unverhofft kommt oft.
Daher mein Tipp: Leg dir ein Polster zu. Idealerweise hast du drei bis sechs Monatsausgaben auf deinem Konto.
Und leg dir ein Konto zu, in dem du Unterkonten oder manchmal auch sogenannte Spaces erstellen kannst. Da kannst du eins für Umsatzsteuer eröffnen, wenn du diese abführst und die dort direkt drauf überweisen, wenn dein Kunde dich bezahlt, eins für Steuern und Abgaben und da zB 35-50% drauf packen und eins für Rücklagen.
Ich hab auch immer noch eins für Weiterbildung, damit ich da monatlich ein bisschen sammeln kann und die Kosten dann auf einmal nicht so super hoch sind.
Und dann hab ich jetzt auch angefangen, einen Space zu eröffnen, in dem ich monatlich die Kosten für Softwares und Tools raufpacke, die ich jährlich bezahle. Oftmals ist es bis zu 20% günstiger, wenn du jährlich statt monatlich bezahlst. Dann kann aber auf einmal ganz schön viel Geld zusammenkommen, wenn die Gebühr wieder fällig ist. Deshalb überweise ich da jetzt jeden Monat Geld auf ein Unterkonto.
Tipps zum Kostenmanagement
So, jetzt hast du einen Überblick über die Kosten. Klingt erstmal nach super viel und wahrscheinlich auch echt kompliziert. Aber wenn du das alles einmal aufgesetzt hast, dann ist das auch gar nicht mehr so viel, woran du denken musst.
Was allerdings klar wird denke ich, worauf du großen Wert legen solltest:
Kalkuliere deine Preise richtig. Viele Selbstständige machen den Fehler, zu billig zu sein und einfach einen Stundensatz zu verlangen, den sie irgendwo gehört haben. Allerdings musst du von deinen Einnahmen nicht nur deine Kosten und Abgaben decken, sondern auch leben können.
Eine simple Formel: Rechne deine monatlichen Kosten (geschäftlich und privat) zusammen, addiere das, was du on top noch verdienen möchtest und teile das durch die Stunden, die du arbeiten willst. So hast du einen Stundensatz, der dich über Wasser hält.
Viel detailierter machen wir das aber in CREATE YOUR LIGHT, da bekommst du von mir nämlich eine Tabelle, in der du alles ganz genau kalkulieren kannst! Denn du musst schließlich auch Urlaubs- und Krankheitstage einrechnen und noch ein paar weitere Dinge beachten.
Was mir immer hilft, zu unterscheiden zwischen Fixkosten, also Kosten, die monatlich anfallen, ob ich Geld verdiene oder nicht.
Das sind zB Softwares, Website-Hosting, ggf. das Konto und Versicherungen.
Dann on Top die variablen Kosten, die abhängig sind, von der Höhe deines Verdienstes. Das sind zB die Steuern und weiteren Abgaben, wie die höheren Krankenkassenbeiträge.
Und dann noch optionale zusätzliche Ausgaben, wie Events, Werbung, Weiterbildung und Rücklagen – bei denen du die Höhe und den Zeitpunkt selbst entscheiden kannst.
Okay, ich hoffe, ich konnte dir einen guten Überblick über die Kosten, die in einer Selbstständigkeit auf dich zukommen können, geben. Was mir noch mal wichtig ist zu sagen: Wir haben ja jetzt hier alles was irgendwie anfällt besprochen.
Wenn du in die Selbstständigkeit startest, hält sich das eher in Grenzen! Dein größter Kostenpunkt ist wahrscheinlich eine Weiterbildung, falls du mit einem Coach oder Online Kurs startest und vielleicht maximal 2-3 Tools mit 10€ im Monat. Und natürlich die einmalige Gewerbeanmeldung.
Die meisten anderen Themen sind erstmal vom Hauptjob abgedeckt, fallen noch nicht an oder kannst du ja auch individuell festlegen. Deshalb lass dich nicht abschrecken und fang an, Geld zu verdienen! Darauf sollte dein Fokus liegen!
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Okay, damit sind wir auch am Ende dieser Podcastfolge angelangt. Ich hoffe, du konntest einiges für dich mitnehmen.
Und hey, wenn dir die Folge gefallen hat, lass doch eine Bewertung da oder teil sie mit jemandem, der sie auch hören sollte. Zusammen können wir eine Community bilden, die sich gegenseitig unterstützt und motiviert.
Wir hören uns beim nächsten Mal wieder und bis dahin wünsche ich dir alles Liebe, deine Julia.
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